Die Entwicklung von SowiDataNet ist in sieben Arbeitspakete aufgeteilt, die jeweils unter der Verantwortung eines der beteiligten Institute in Kooperation mit den Partnern bearbeitet werden. Die Projektlaufzeit beträgt drei Jahre, von April bis März 2017. An dieser Stelle finden Sie einen Überblick über Inhalte und Ziele der einzelnen Arbeitspakete sowie die Kontaktdaten der Verantwortlichen der jeweiligen Ansprechpersonen.

Der Zeitplan gibt einen Überblick, in welchen Zeiträumen die Bearbeitung der einzelnen Pakete vorgesehen ist.

Die Gesamtleitung des Projekts inklusive Projektmanagement (AP7) liegt bei GESIS. Für Fragen, die das Gesamtprojekt betreffen, wenden Sie sich bitte an Monika Linne.

Der operative Aufbau der zu erstellenden Infrastruktur muss auf die konkreten Bedürfnisse der Wissenschaft abgestimmt werden. Gegenstand der Anforderungsanalyse (AP1) ist daher die Ermittlung von Kontexten, in denen relevante Forschungsdaten entstehen (z.B. Promotionsvorhaben, Auftragsforschung, Publikationen in Zeitschriften). Ebenso werden die von den Forschenden verwendeten Datei- und Metadatenformate ermittelt. Barrieren, die einer Publikation von Forschungsdaten durch die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entgegenstehen (z.B. Urheberrechte, datenschutzrechtliche Probleme oder Restriktionen bei gekauften oder lizenzierten Datensätzen) werden ermittelt, um ihren Einfluss auf die Nutzung der zukünftigen Infrastruktur zu reduzieren.

Weiterhin wird untersucht, welche Funktionsmerkmale die Infrastruktur aufweisen muss, um die Sichtbarmachung von Daten in anderen Kontexten zu ermöglichen (z.B. Nachweis der Daten in zentralen Katalogen, Verfügbarkeit der Daten als Linked Open Data, Vergabe von persistenten Identifikatoren für die Daten, Verknüpfung von Daten mit Publikationen). Zudem wird geprüft, welche Community-Dienste zur Vernetzung der Datengebenden mit den Datennutzenden auf einer gemeinsamen Plattform sinnvoll angeboten werden können (z.B. Diskussionsforen, Bewertungs- oder Benachrichtigungsfunktionen).

Die Verantwortung für das Arbeitspaket „Anforderungsanalyse“ liegt beim WZB unter Mitwirkung von GESIS, DIW und ZBW. Ansprechpartner ist Patrick Droß.

Im Arbeitspaket Organisationsmodell (AP2) geht es um das Zusammenwirken der beteiligten Einrichtungen (d.h. Repositorium, Datengebende und Datennutzende) sowie ihre jeweilige Rolle und ihren Beitrag zu SowiDataNet. Die Richtlinien zur Nutzung der Infrastruktur werden auf Basis der Anforderungsanalyse (AP1) und in Abstimmung mit allen Beteiligten festgelegt. Dies beinhaltet unter anderem auch rechtliche Aspekte bezüglich der Gewährung von Nutzungsrechten für SowiDataNet sowie gegebenenfalls von den Nutzenden einzuräumende spezifische Rechte, die im Kontext der Langzeitarchivierung der Daten notwendig sind. Das erarbeitete Organisationsmodell wird auf seine langfristige, über die Projektlaufzeit hinausreichende Tragfähigkeit untersucht mit dem Ziel, ein dauerhaft tragfähiges Geschäftsmodell zu erarbeiten, welches das Organisationsmodell auch finanziell nachhaltig sichert.

Teil dieses Arbeitspakets ist darüber hinaus die Erarbeitung von Workflows zur Unterstützung der Forschenden bei der Speicherung und der Dokumentation von Daten in SowiDataNet in den verschiedenen Phasen des Datenlebenszyklus. Zu diesem Zweck wird ein strukturiertes Vorgehen entwickelt, mit dessen Hilfe Fragen des Forschungsdatenmanagements durch spezialisierte Mitarbeiter in den Instituten operativ bearbeitet werden können (z.B. durch Gesprächsleitfäden). Exemplarische, möglichst standardisierte Workflows für die Nutzung der Infrastruktur in einem institutionellen Kontext werden anhand konkreter Fallbeispiele entwickelt. Diese orientieren sich an den notwendigen Funktionen und Inhalten, wie sie in der Anforderungsanalyse erhoben worden sind.

Die Verantwortung für das Arbeitspaket „Organisationsmodell“ liegt bei der ZBW unter Mitwirkung von DIW und WZB. Ansprechpartner ist Ralf Toepfer.

Die Erarbeitung von adäquaten Metadaten-Strukturen (AP3) und die Dokumentation nach anerkannten Standards sind neben den technischen Projektkomponenten gleichermaßen wesentliche Projektbestandteile. Dabei werden sowohl aktuelle sozial- und wirtschafts­wissenschaftliche Datendokumentations-Standards in Erwägung gezogen als auch relevante Standards für Bibliothekswesen und Archivierung. Ebenso werden bereits in Projektkontexten eingesetzte Schemata wie z.B. das da|ra Metadatenschema oder das DBK Metadatenschema einbezogen. In diesem Zusammenhang finden auch Schnittstellen zu Persistent-Identifier-Systemen, dem Social und dem Semantic Web Berücksichtigung. Die so definierten Metadaten müssen im Übrigen anschlussfähig an existierende Repositorien sein und auch den Bereich der geplanten Community-Dienste (Bewertungsfunktionen, Foren, Social Media usw.) abdecken.

Die Verantwortung für das Arbeitspaket „Metadatenstrukturen“ liegt bei GESIS unter Mitwirkung des WZB. Ansprechpartner ist Uwe Jensen.

Die Software-Entwicklung (AP4) für SowiDataNet zielt auf ein zentrales Webportal, in dem die Datengebenden die Archivierung und die Dokumentation nach anerkannten Standards durchführen können. Darüber hinaus sollen eine lokale Sicht auf die eigenen Forschungsdaten und ein differenziertes Rechte-management ermöglicht werden. Dabei werden die Ergebnisse der Arbeitspakete zu Anforderungsanalyse, Organisationsmodell und Metadaten berücksichtigt.

Über das SowiDataNet-Portal werden eine zentrale Suche und der Datenzugang für die Scientific Community angeboten. Zusätzlich erfolgt die Anbindung an Dienste für eine Registrierung der Daten mit dauerhaften Identifikatoren und für eine langfristige Sicherung der Daten. Die aufzubauende Infrastruktur soll eine möglichst niedrigschwellige Einspeisung lokal generierter Forschungsdaten in eine zentrale Forschungsdateninfrastruktur ermöglichen, wobei Fragen der Versionierung, Langzeitarchivierung, Nutzungsstatistiken und einer Staffelung von Zugriffsrechten angemessen zu berücksichtigen sind. Eine modulare Architektur der SowiDataNet-Infrastruktur soll die Erweiterbarkeit der Software nach der Projektlaufzeit ermöglichen. Die Software soll aus wiederverwendbaren Software-Bausteinen bestehen, mit einer Open-Source-Lizenz veröffentlicht werden und daher idealerweise auf einem bestehenden Open-Source-Framework aufsetzen.

Die Verantwortung für das Arbeitspaket „Software-Entwicklung“ liegt bei GESIS unter Mitwirkung der ZBW. Ansprechpartner ist Dr. Claus-Peter Klas.

Auf Basis der Ergebnisse der Anforderungsanalyse (AP1) sowie der in AP2 entwickelten Workflows werden Beispielinhalte (AP5) für die Infrastruktur zur systematischen Generierung der entsprechenden Metadaten durch die beteiligten Einrichtungen erarbeitet. Dabei können die Projektpartner auf die in ihren Instituten vorhandenen Forschungsdaten zurückgreifen. Damit sollen die Leistungsfähigkeit der Infrastruktur für verschiedene Datentypen gezeigt und eine Grundlage für den Weiterbetrieb nach der Projektlaufzeit geschaffen werden. So sollen weitere Forschende sowie Institutionen für eine Beteiligung am SowiDataNet-Portal gewonnen werden.

Die Verantwortung für das Arbeitspaket „Beispielinhalte“ liegt beim WZB unter Mitwirkung des DIW. Ansprechpartner ist Patrick Droß.

Der Transfer (AP6) der entwickelten Konzepte und Infrastrukturkomponenten im Sinne einer Vermittlung an die Scientific Community wird durch ein Schulungskonzept ermöglicht. Schulungs­materialien wie eine ausführliche Dokumentation, Präsentationen, Broschüren und How-to-Anleitungen werden erstellt und zentral über eine Website bereitgestellt. Außerdem sollen die Materialien über einschlägige Publikationen und die Nutzung von Social-Media-Diensten in der Community bekannt gemacht werden. Dazu gehören auch das Marketing bei den Anwender-Zielgruppen und der Besuch von einschlägigen Konferenzen.

Die Verantwortung für das Arbeitspaket „Transfer“ liegt beim DIW unter Mitwirkung von GESIS, WZB und ZBW. Ansprechpartner ist Rainer Siegers.

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