Die Verantwortung für das Arbeitspaket 1 „Anforderungsanalyse“ liegt beim WZB unter Mitwirkung von GESIS, DIW und ZBW. Ansprechpartner ist Patrick Droß.

Studie zu Anforderungen an die Archivierung sozial- und wirtschaftswissenschaftlicher Forschungsdaten vorgestellt

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Erstellt am 13. Juli 2015

Um die bisherigen Ergebnisse der Anforderungsanalyse im Projekt SowiDataNet durch weitere Angaben aus dem Forschungsalltag zu ergänzen, wurden im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2014 zehn leitfadengestützte Experteninterviews mit empirisch arbeitenden Forscher/innen aus den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften geführt.

Ziel war es dabei, mehr über deren alltägliche empirische Arbeit, das Spektrum (quantitativer) empirischer Forschung und die Anforderungen an eine künftige Forschungsdateninfrastruktur in Erfahrung zu bringen. Bei der Zusammenstellung des Samples wurde versucht, ein möglichst breites Spektrum unterschiedlicher empirischer Forschungsszenarien abzubilden. Die Sozial- und die Wirtschaftswissenschaften sind unter den Gesprächspartner/innen zu gleichen Anteilen vertreten.

Als Ergebnis der Interviewauswertungen liegen nun typisierende Beschreibungen unterschiedlicher empirischer Forschungsszenarien vor, welche die jeweils spezifischen Arbeitsweisen und Bedarfe der Forschungspraxis herausarbeiten. Zudem wurden weitere Bedenken und Anforderungen hinsichtlich der Archivierung und Bereitstellung von Forschungsdaten systematisiert aufbereitet. Die Vielzahl der gewonnenen Erkenntnisse wird dazu beitragen, die Weiterentwicklung des SowiDataNet-Angebots verstärkt an den Anforderungen aus dem sozial- u. wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsalltag auszurichten. Die Studie steht zum Download bereit. Bei Fragen können Sie sich an Patrick Droß wenden.


Workshop zur Anforderungsanalyse

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Erstellt am 20. Oktober 2014

Der Projektworkshop SowiDataNet, der am 23. Juni 2014 am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung stattfand, hatte das Ziel, Ist-Stand und Herausforderungen beim Umgang mit Forschungsdaten zu ermitteln. Leitlinie für die Projektarbeit ist der Bedarf der Scientific Communities aus den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften.

Nach der Begrüßung durch Mathis Schröder (DIW Berlin) stellte Monika Linne (GESIS) Ausgangspunkte und Zielstellungen des Projekts vor. Sie verwies auf die derzeit stark zerklüftete Dateninfrastrukturlandschaft in Deutschland, in der sich eine übergreifende Recherche aufwändig gestaltet. Der Anteil von archivierten Forschungsdaten an der Menge der insgesamt produzierten Daten ist immer noch sehr gering. Dies trifft insbesondere auf kleinere Forschungsprojekte zu, die keine eigenen Ressourcen für das Datenmanagement haben.

Benedikt Fecher (Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft und DIW Berlin) präsentierte Ergebnisse aus seiner aktuellen Studie zum Data Sharing. Ausgehend von einer umfangreichen Literaturanalyse warf er einen systematischen Blick auf die in den Prozess involvierten Akteure und ihre Interessen. Claudia Oellers, Leiterin der Geschäftsstelle des Rats für Sozial- und Wirtschaftsdaten, gab Einblicke in die Arbeit und Strategien dieser wichtigen Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Forschungsinfrastruktur und Politik und erörterte die Frage, wie mehr Anerkennung für die Produktion und Bereitstellung von Forschungsdaten gewonnen werden könnte.

Zentraler Programmpunkt des Workshops war der Austausch der gut 30 Teilnehmenden untereinander. Lebhaft wurde über Erfahrungen in der Datenerzeugung und im Datenmanagement, Möglichkeiten einer standardisierten Beschreibung (Metadaten), Zugriffsrechte und Recherchemöglichkeiten sowie mögliche Bedenken bei den Forscher/innen diskutiert. Mehrfach wurde hervorgehoben, dass seitens der Forschungsförderer – wie etwa DFG oder EU – zunehmend ein planvoller Umgang mit Forschungsdaten sowie ihre langfristige Aufbewahrung gefordert werden. Eine künftige Forschungsdateninfrastruktur sollte es den Forschenden ermöglichen, diesen Anforderungen gerecht zu werden. Zugleich sollte sie so einfach wie möglich zu nutzen sein.

Dies ist gerade deshalb relevant, weil eine erhöhte Arbeitsbelastung zu den meistgenannten Befürchtungen auf Seiten der Forschenden zählt (neben der Sorge, die Erstnutzung der eigenen Daten könne in Gefahr geraten). Diesen Befürchtungen stehen einleuchtende Vorteile einer besseren Infrastruktur gegenüber: neue Möglichkeiten zur Recherche, die erhöhte Sichtbarkeit der Daten in der Scientific Community bis hin zu den Möglichkeiten der langfristigen Archivierung und Veröffentlichung von Forschungsdaten. Damit ist das Spannungsfeld skizziert, dem sich SowiDataNet gegenüber sieht. Einigkeit bestand hinsichtlich des Bedarfs an einer innovativen, leistungsfähigen und zugleich einfach nutzbaren Forschungsdateninfrastruktur.

Einen umfangreichen Bericht zu den Ergebnissen des Workshops erhalten Sie hier.


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